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Außergewöhnliche Bildungsinitiative für Lettland

Die Münchner Agentur DFKOM unterstützt eine außergewöhnliche Bildungsinitiative für Lettland. Sie verantwortet ehrenamtlich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Aktion, die federführend von der eurotrade Flughafen München Handels-GmbH und dem gemeinnützigen Flughafenverein München e.V. durchgeführt wird.

Ein 40-Tonner verlässt in dieser Woche die bayerische Landeshauptstadt in Richtung der lettischen Region Jekabpils. Rund 320 bedürftige Familien wer-den sich über die Ladung sehr freuen. Denn von Sommerkleidung und Spiel-sachen über Schulmöbel bis hin zu Schultaschen ist alles dabei, was Schulkin-der brauchen. Darüber hinaus erhalten sie dringend benötigte Schulbücher und Lernmaterial im Gesamtwert von 4.500 Euro. Die Regionalregierung wird den Schulbedarf vor Ort einkaufen, die Schultaschen packen und sie am 7. August den ausgewählten Familien übergeben.

„Wir freuen uns sehr, einen Beitrag zu dieser tollen Hilfsaktion leisten zu können“, so DFKOM-Inhaber Dominik Faust, der seit 2005 ehrenamtlicher Sprecher des Flughafenvereins München ist und bereits zum zweiten Mal einen Hilfstransport nach Lettland betreut. „Durch dieses Engagement kommen wir unsere soziale Verantwortung als Unternehmen nach. Denn Bildung ist auch in Lettland der Schlüssel zu besseren Lebensverhältnissen der Menschen und zu mehr Nachhaltigkeit in ganz Europa“, so Faust weiter.

Neben dem Flughafenverein, der eurotrade GmbH und der DFKOM GmbH ermöglichen die beiden Fluggesellschaften Swiss International Air Lines und Air Baltic, die Flughafen München GmbH und die Honorarkonsularische Vertretung der Republik Lettland im Freistaat Bayern die Hilfsaktion.

Foto: DFKOM

 

185 Millionen Fluggäste in 2007

Das Passagieraufkommen an deutschen Airports wächst auch im Jahr nach der Fußball-Weltmeisterschaft weiter. Für uns vom Luftfahrt-Presse-Club e.V. (LPC) in Bayern war das Grund genug, eine Presseveranstaltung zu diesem Thema zu organisieren. Dankenswerterweise nahmen sowohl der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG), Dr. Michael Kerkloh (2.v.r.), als auch der neue Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV in Berlin, Ralph Beisel (2.v.l.), meine Einladung für den 23. Juli an. Über 30 Journalisten waren unsere Gäste. Die Medienresonanz war entsprechend hoch. So berichteten unter anderem der Bayerische Rundfunk, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, Die Welt und einschlägige Fachmedien.

In den Räumen des PresseClub München berichtete Beisel, dass in diesem Jahr 185 Millionen Fluggäste auf deutschen Airports erwartet würden. Das wären rund zehn Millionen mehr als 2006. Die Hälfte davon stamme von den Flughäfen München und Frankfurt. ADV-Direktoriumsmitglied Dr. Michael Kerkloh ergänzte, dass „MUC“ und „FRA“ zum 1. Januar 2008 ein Emissions-abhängiges Landeentgelt einführen werden. Das sei ein effektiver Beitrag zum Umweltschutz. Nach Angaben des ADV, der rund 60 Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertritt, produziert der Luftverkehr weltweit zwei Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Auf dem Foto ist rechts neben unseren Gästen mein Stellvertreter Marc Tügel von der Zeitschrift Business Traveller zu sehen.

Foto: Werner Hennies (FMG)

A380-Wertschöpfung in Bayern

Die A380, das größte Passagierflugzeug der Welt, setzt am kommenden Mittwoch, 28. März 2007, erstmals auf dem Münchner Flughafen „Franz-Josef-Strauß“ auf. Vielen Menschen in Bayern dürfte noch nicht bewusst sein, welchen Anteil hiesige Unternehmen mit Know-how und Technik an dieser Maschine haben. Diese Informationen lieferten wir vom Luftfahrt-Presse-Club e.V. (LPC) in Bayern heute in einer Pressekonferenz im PresseClub München. Anhand der Beispiele Diehl Aerospace, EADS Augsburg, Eurocopter Donauwörth, IABG Ottobrunn, Liebherr Aerospace und MTU Aero Engines bekamen die rund 30 anwesenden Journalisten einen entsprechenden Überblick.

Der Manager und Sprecher des bayerischen Zwillings-Clusters Luft- & Raumfahrt sowie Satellitennavigation, Dr. Martin Haunschild (r.), nannte die Maschine eine “fantastische Ingenieursleistung”. Angesichts der Krise beim Flugzeugbauer Airbus warnte er davor, diese positiv besetzte Marke zu zerstören. Haunschild ist auch Vorsitzender des Vereins bavAIRia, eines Zusammenschlusses bayerischer Luft- und Raumfahrtfirmen.

Der Vorsitzende des Beirats des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und Geschäftsführer der Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH, Frieder Beyer (2.v.r.), appellierte in diesem Zusammenhang an die Politik, die Airbus-Zulieferer zu unterstützen. Durch die Verzögerungen bei Airbus müssten die betroffenen Firmen länger als geplant auf den Rücklauf ihrer Investitionen in Höhe von rund 600 Mio. Euro warten. Beyer widersprach Äußerungen, die Zulieferer in Bayern und Deutschland seien nicht in der Lage, auf Veränderungen zu reagieren. Er ermunterte vielmehr Airbus, auch größere Auftragspakete zu vergeben.

Wolfgang Mohr (l.) von der IABG informierte über den weltweit größten Ermüdungsversuch, der derzeit bei der IABG durchgeführt wird. In ihrem Werk in Dresden wird die komplette Lebensdauer einer A380 innerhalb weniger Jahre simuliert. Seit 2004 läuft der Test, dessen Zwischenergebnis entscheidend dafür war, dass die A380 die Zulassung bekam, nun fliegen und am 28. März in München landen darf.

a380-tz

Die LPC-Veranstaltung fand u.a. in der Nachrichtenagentur Reuters, im Münchner Merkur sowie in der tz München ein breites Medienecho. Die tz gestaltete sogar diese Doppelseite zum Thema.

Titelbild: Peter Kellner

Stand der Dinge beim System Galileo

Gestern, am 7. November 2006, wurde in Oberpfaffenhofen bei München der Grundstein für das neue Galileo-Kontrollzentrum gelegt. Eine Woche vorher luden wir vom Regionalkreis Süd des Luftfahrt-Presse-Club e.V. (LPC) zu einer Pressekonferenz ein, um über den Stand der Dinge des europäischen Satellitennavigationssystems zu informieren. Die anschließende Resonanz in den Medien war hoch. So berichteten unter anderem Augsburger Allgemeine, Die Welt, Donaukurier, Nürnberger Zeitung und Stuttgarter Zeitung über den LPC-Event.

Für die Veranstaltung hatte ich den Direktor des Raumflugbetriebs des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Dr. Klaus Wittmann, sowie den neuen CEO der Galileo Industries GmbH, Jürgen Ackermann (l.), dafür gewinnen können, die Medien über das Galileo-Projekt zu unterrichten. Die beiden Referenten wiesen in den gut besuchten Räumen des PresseClubs München auf die vielfältigen Möglichkeiten des europäischen Satellitennavigationssystems hin. Sie rechnen damit, dass das System 2011 einsatzbereit ist.

Das Projekt wird von der Europäischen Union und der Industrie im Rahmen einer „Public Private Partnership“ finanziert. Die Infrastruktur wird am Ende aus 30 Satelliten sowie einem weltweiten Netz aus Bodenstationen bestehen. Vier Kontrollzentren (Oberpfaffenhofen, Darmstadt, Fucino in Italien und Toulouse in Frankreich) werden den Betrieb rund um die Uhr steuern. Oberpfaffenhofen wird Hauptkontrollzentrum.

Foto: Werner O. Hausmann / Compliments of the PressClub Munich

Me 262: Testpilot berichtet über Nachbau

Am 28. September 2006 konnte ich den Testpiloten Wolfgang Czaia im Regionalkreis Süd des Luftfahrt-Presse-Club e.V. (LPC) begrüßen. Der Wahlamerikaner berichtete uns am LPC-Stammtisch im PresseClub München aus erster Hand über den Nachbau der Messerschmitt Me 262. Sie war das weltweit erste einsatzfähige Militärflugzeug mit Strahltriebwerk. 1.433 Maschinen dieses Typs wurden in den 40er Jahren gebaut, acht davon existieren noch, sind aber nicht mehr flugfähig. Vor diesem Hintergrund entstand 1993 in den USA die Idee, fünf dieser (für die damalige Zeit sehr innovativen) Fluggeräte nachzubauen.

Wolfgang Czaia hörte von diesen Nachbau-Plänen auf einem seiner Flüge, die er damals als Kapitän von American Airlines absolvierte. Sofort war seine Neugierde geweckt und er setzte sich mit dem Nachbau-Team in Verbindung. Er bot sich als Testpilot an und wurde genommen. Czaia (28.000 Flugstunden auf 100 Mustern) eignete sich sehr für diesen Job. Denn der gebürtige Andernacher war in den 60er Jahren nicht nur jüngster deutscher Fluglehrer auf der Lockheed F-104 Starfighter, sondern er kann mittlerweile rund 2.800 Flugstunden auf diesem Kampfjet vorweisen. Dass er nach seiner Übersiedlung in die USA selbst Testpiloten für das Militär ausbildete, kam ihm bei den Tests der neuen Me 262 ebenfalls zugute.

Mit zahlreichen Bildern und Filmaufnahmen ließ Czaia das Nachbau-Projekt Revue passieren. Dabei konnte er etliche Anekdoten erzählen. Wie er ebenfalls berichtete, befindet sich eine der neuen Me 262 (”Tango-Tango”) im Besitz der Messerschmitt-Stiftung und wird durch die EADS in Manching betreut. Dort hat man den Nachbau auch weiter optimiert. Auf der diesjährigen ILA in Berlin, aber auch auf dem EADS-Familientag in Manching war die Maschine zu sehen. Das Foto ist übrigens eine Fotographie der Rückseite des Buchs „Projekt 262“ von Wolfgang Czaia, das im Verlag NeunundzwanzigSechs unseres LPC-Mitglieds Dr. Kurt Braatz erschienen ist.

Foto: Faust