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Qualitätsmanagement-System vom TÜV zertifiziert

Zur erfolgreichen Unternehmensführung gehört es unter anderem, Geschäfts- und Führungsprozesse zu konzipieren und einzuführen. In den vergangenen Monaten haben wir diese Prozesse in ein Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001 einfließen lassen. Am 10. und 11. September 2007 fand das große Audit unseres Qualitätsmanagement Systems durch den TÜV Süd statt. Gestern nun bekamen wir das Zertifikat für unser ISO 9001 Qualitätsmanagement-System in unseren Geschäftsräumen überreicht.

Kundenzufriedenheit steht im Zentrum

Unternehmen entwickeln Produkte und erbringen Dienstleistungen in der Regel anhand bestimmter Schrittfolgen. Wer ein formelles ISO 9001 Qualitätsmanagement-System nach der europäischen Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2000 etablieren will, definiert zunächst über einen bestimmten Zeitraum (meist mehrere Monate) die Führungsprozesse und Geschäftsprozesse seines Unternehmens. Sie fließen dann in das Qualitätsmanagement-Handbuch ein. Außerdem definiert er die Qualitätspolitik seines Unternehmens, zu der mindestens die Kundenzufriedenheit gehören wird. Diesem Ziel (aber auch anderen Zielen) dient in der Regel auch das Unternehmensleitbild, das sich aus der Vision, der Mission und den Leitsätzen für die Mitarbeiter zusammensetzt.

Kunden können dann Produkte und Dienstleistungen auf stets höchstem qualitativen Niveau erwarten. Das Qualitätsmanagement-System dient dann dazu, die Qualität im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses permanent bewerten und messbar verbessern zu können. Den Mitarbeitern werden auf diese Weise die Arbeitsprozesse noch bewusster. Sie kennen dann die Stellschrauben, um die Qualität ihrer Arbeit weiter ausbauen und optimieren zu können. In einem zweitätigen Audit in den Firmenräumen hat die TÜV SÜD Management Service GmbH unser QM-System Anfang September überprüft. Mittels Zertifikat bescheinigt sie nun, dass unser Unternehmen dieses QM-System nach ISO 9001:2000 erfolgreich eingeführt hat und anwendet. Für uns ist das Auszeichnung, Ansporn und Verpflichtung.

Foto: Faust

Ein guter Tag für die EADS?

Bisher hat die EADS eine doppelte Doppelspitze: zwei Verwaltungsratsvorsitzende und zwei Vorsitzende der Geschäftsführung, paritätisch durch einen Franzosen und einen Deutschen besetzt. Doch diese Struktur ist bald endgültig vom Tisch. Heute haben sich alle Beteiligten darauf geeinigt, die Doppelspitze abzuschaffen. Ist das also ein guter Tag für die EADS? Sicher entfallen zwei Reibungsebenen. Beobachter erhoffen nun mehr Effektivität und Flexibilität, die Aktien dürften zunächst steigen. Unterschiedliche Interessen zwischen Franzosen und Deutschen sowie zwischen diesen beiden und Dritten werden allerdings bleiben. Der französische Staat tendiert zum Beispiel zu einer Erhöhung seines Anteils, Deutschland würde lieber weiter privatisieren. Andere Aspekte kommen hinzu.

Tom Enders nicht an der EADS-Spitze

Und wie sieht es mit den Personalien aus? Dr. Thomas Enders wird Chef von Airbus, Louis Gallois alleiniger CEO der EADS und Rüdiger Grube alleiniger Vorsitzender des EADS-Verwaltungsrates. Viele in der EADS und darüber hinaus hatten sich bis zu diesem Wochenende durchaus vorgestellt, Reservist “Major Tom” könne alleine an die Spitze des Konzerns diesen noch schneller voranbringen. Insbesondere das Defence & Security Business hätte von einem alleinigen CEO Enders profitieren können. Dessen eigener militärischer Hintergrund, seine Erfahrung in der deutschen und internationalen AeroDef-Community sowie seine Verbindungen in den AeroDef-Schlüsselmarkt USA wären äußerst hilfreich gewesen.

Airbus Tom Enders bringt sich weiter ein

Dies alles bringt Airbus Tom Enders künftig aus der zweiten Reihe ein, von wo aus er an seinen bisherigen Co-CEO Gallois berichtet. Der Fallschirmjäger wird sich darauf konzentrieren, von Toulouse aus den angeschlagenen Flugzeugbauer Airbus wieder zu stabilisieren. Airbus steuert zwei Drittel des Gesamtgeschäfts der EADS bei. Vielleicht kann Airbus Tom Enders auf seinem neuen Posten auch ein Stück zu einem internationalen Bewusstseinswandel beitragen. Dahingehend nämlich, dass die Firma Airbus keineswegs ein rein französisches Unternehmen ist.

Fazit

Die Sandwich-Lösung (französischer EADS-Chef wird umrahmt von einem deutschen VR-Chef und einem deutschen Airbus-Chef) ist gut. Damit ist es ein guter Tag für die EADS. Offen bleibt, ob mit der gefundenen Lösung nunmehr die Posten als solche einer Nation zugeordnet wurden oder ob sich das Karussell bei Personalwechsel erneut dreht (egal, was festgeschrieben wurde). Ungelöst bleibt allerdings der Einfluss nationaler Interessen Deutschlands und Frankreichs auf das europäische Unternehmen, das damit weiterhin seiner Zeit zu weit voraus zu sein scheint.

Foto: Faust

Auf der Berlin Air Show 2006

Da wurde mir schon ein bisschen mulmig, als ich gestern auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin in diesem Fahrsimulator saß. Am Steuer eines (virtuellen) Gepanzerten Transport-Kraftfahrzeug (GTK) vom Typ BOXER bewegte ich mich über Stock und Stein. Dabei hatten die Programmierer des Trainings- und Simulationsbereichs von Krauss-Maffei Wegmann ordentliche Steigungen und Gefälle eingebaut. Schließlich muss das Fahrertraining so realistisch wie möglich sein für die künftigen Nutzer.

Foto: Faust

Zu Besuch bei den „Steinhoffs“

Mit einer Turboprop der Fluggesellschaft Cirrus Airlines flogen wir Mitglieder des Luftfahrt-Presse-Club e.V. (LPC) Süd am 8. September 2005 nonstop von München (MUC) nach Rostock-Laage (RLG). Vor Ort besuchten wir gleich das Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“. Dort sind derzeit sieben doppelsitzige Eurofighter (Trainingsflugzeuge) und fünf Einsitzer stationiert. Von den insgesamt 180 Maschinen, die die deutsche Luftwaffe von der Eurofighter GmbH in Hallbergmoos (EADS: 46%, BAE Systems: 33%, Alenia Aeronautica: 21%) bekommt, werden 33 beim JG 73 stationiert. 21 von ihnen werden Einsitzer sein.

Nach einer Geschwader-Rundfahrt bei herrlichstem Wetter, einem Besuch im Tower und im Eurofighter-Simulator fuhren wir mit dem Bus ins traditionsreiche Restaurant „Teepott“. Dort trafen wir uns zum Abendessen mit dem (bayerischen) Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Otto Ebnet. Neben ihm sprach auch der Geschäftsführer der Rostocker System-Technik GmbH, Manfred Lehde, über die Situation der Luft- und Raumfahrtindustrie Mecklenburg-Vorpommerns. Als besonderen Gast des Abends begrüßten wir Hanni von Ohain, die Witwe des LPC-Ehrenmitgliedes Hans von Ohain, die aus den USA angereist war.

 

rostock

Am nächsten Tag wohnten wir der feierlichen Eröffnung des neuen Terminals des Flughafens Rostock-Lage bei. Nach einer Podiumsdiskussion zum Thema „Regionalflughäfen – Wohin soll die Reise gehen?“ flogen wir dann wieder zurück nach MUC. Einige von uns wählten dazu eine spontane Mitfluggelegenheit in einer A340-300, die speziell zur Eröffnung in RLG gelandet war.

Fotos: Faust

 

Auf der AERO Friedrichshafen 2005

Rund 45.000 Gäste besuchten zwischen dem 21. und 24. April 2005 die insgesamt 15. AERO in Friedrichshafen. Dabei handelt es sich um die größt Messe der Allgemeinen Luftfahrt in Europa. Mit Geschäftsreise-Jets, Segel- und Ultraleicht-Flugzeugen bis hin zu Bordelektronik, Maintenance und Zubehör deckt diese Fachmesse das gesamte Spektrum der General Aviation ab. Insgesamt 543 Aussteller sowie 216 zusätzliche Firmen aus 28 Ländern präsentierten in neun Messehallen und auf dem Freigelände (Gesamtfläche 80.000 m²) ihre Produkte und Dienstleistungen. Von der Messe berichteten 678 Journalisten aus 27 Nationen.

Zu den Highlights gehörte sicherlich der Zeppelin NT der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG. Er war ein echter Publikumsmagnet auf der AERO. In der Halle A1 stellten sich der Deutsche Modellfliegerverband (DMFV) und der Deutsche Aero Club (DAeC) vor und zeigten interessierten Einsteigern und Profis die Palette des Modellflugs. Großes Fluggerät war auf der Messe vergleichsweise selten in der Luft zu sehen. Dazu zählte unter den Warbirds etwa die „rote 7“, die bislang dritte flugfähige Messerschmitt Bf 109 in Deutschland. Die tägliche Airshow dauerte nur zwei Stunden und fand aus Sicherheitsgründen relativ weit weg vom Publikum statt.

Die nächste AERO Friedrichshafen findet 2007 statt.

Fotos: Faust