Damit Innovation gelingt: Change-Support für Airbus, Daimler & Co. Damit Innovation gelingt: Change-Support für Airbus, Daimler & Co.
20. April 2017 Dr. Dominik Faust

Change-Support für Airbus, Daimler & Co.

Mit einem Gesamtumsatz von fast 800 Milliarden Euro bilden der Kraftfahrzeugbau, der Maschinenbau und die Elektronik/Elektrotechnik die drei größten Industriesparten in Deutschland. Damit sie auch in Zukunft überlebensfähig sind, wollen sie innovativ bleiben und sich gegenüber branchenfremden Startups behaupten. Innovation wiederum erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit und Veränderungskompetenz der rund 2,5 Millionen Beschäftigten. Wir von viadoo dürfen einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Veränderungen bei Airbus, Daimler, Siemens & Co. gelingen. Denn unter anderem über unsere Kooperation mit der privaten Zeppelin Universität in Friedrichshafen schulen und unterstützen wir Führungskräfte aus den genannten Branchen methodisch in Change Management – einer wichtigen Leadership-Kompetenz.

So bilden wir zum Beispiel junge Manager zu Change Agents weiter, die anschließend Veränderungen in ihren Unternehmen konstruktiv begleiten können. Nach den Schulungen kennen sie die typischen Emotionen und Auswirkungen auf die Performance von Menschen in Veränderungsprozessen. Sie bringen sich aktiv in Changeprozesse ein.  Als Change Agents sind sie kompetente Partner von Change Managern und ideale Mitglieder von Koalitionen, die Veränderungen gemeinsam voran bringen. Darüber hinaus begleiten wir Change Manager in Unternehmen bei der Planung und Durchführung von Changeprozessen und agieren selbst als Change Manager.

Damit Innovation gelingen kann

Dass nichts so beständig ist wie der Wandel, belegen wir ständig mit Geschichten in diesem Blog sowie in unseren sozialen Kanälen. Unter welchem Veränderungsdruck die Wirtschaft derzeit steht, zeigen die folgenden Spotlights auf drei große Konzerne:

Daimler-Chef Dieter Zetsche etabliert derzeit gemeinsam mit den Beschäftigten eine neue Kultur der Zusammenarbeit unter seinen weltweit fast 300.000 Mitarbeitern. So soll das Traditionsunternehmen in die Lage versetzt werden, die Mobilität auch in Zukunft mit richtungs­weisender Innovation aktiv mitzugestalten. Insbesondere in den strategischen Zukunftsfeldern Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung und Services (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric) sowie in der intelligenten Verknüpfung dieser Bereiche will Daimler eine Vorreiterrolle einnehmen.

Für den Geschäftsführer der Airbus Group Tom Enders ist die Lage ähnlich: Sein Konzern mit Hauptsitz in Toulouse und weltweit rund 135.000 Beschäftigten soll ebenfalls agiler werden. Ziel ist es, innovative Ideen in Zukunft rascher in Produkte umsetzen zu können. In Deutschland wird dazu der Standort Ottobrunn bei München zur Zukunftswerkstatt ausgebaut. Dazu gehören das gemeinsam mit Siemens entwickelte elektrische Systemhaus, ein neues Materiallabor sowie die Bündelung des Gesamtgeschäfts mit unbemannten Flugzeugen (UAV). So soll Innovation auch in Zukunft gelingen.

Siemens-Chef Joe Kaeser will den Technologiekonzern von einem schwerfälligen Tanker zu einem agilen Flottenverband weiterentwickeln. Für die weltweit rund 360.000 Beschäftigten bedeutet das, dass auch sie „in eine interdisziplinäre, offene, agile Arbeitswelt [steuern], die neue Denkweisen verlangt“, so Personalvorstand Janina Kugel kürzlich in einem Interview. Ziel diverser Transformationen ist es, dass sich der Elektronikkonzern an den wettbewerbsintensiven globalen Märkten behaupten kann.

Branchenübergreifende Kooperationen

Die drei Beispiele, vor allem aber der Blick auf Start-ups macht den Zusammenhang zwischen Innovationsfähigkeit und agilen Strukturen und Unternehmenskulturen deutlich. Diesbezüglich haben etliche Unternehmen noch Nachholbedarf. Für viele Beschäftigte sind damit große Veränderungen verbunden. Hinzu kommen durch technischen Fortschritt getriebene Veränderungen und solche, die bei notwendigen Kooperationen oder Übernahmen entstehen. Welche Bedeutung häufig branchenübergreifende Kooperationen für das Thema Innovation haben, zeigen diese Beispiele:

Airbus hat in den vergangenen Jahren mit der zur Audi AG gehörenden italienischen Kreativ-Agentur Italdesign das Mobilitätskonzept „Pop-up“ entwickelt. Das Herzstück dieser Innovation ist eine Kabine für zwei Personen auf einem Bodenmodul mit vier Rädern und Elektroantrieb. Dieses Fahrzeug kann mittels einer App bestellt werden und bringt die Passagiere völlig autonom ans Ziel. Wenn es auf der Straße einmal nicht mehr weitergeht (Stau etc.) kommt automatisch eine Drohne mit acht gegenläufigen Rotoren angeflogen. Sie dockt am Dach der Kabine an, löst diese von der Bodeneinheit und fliegt mit ihr weiter zum Ziel. Vorstufen des Konzeptes gab es bereits vor Jahren im Bauhaus Luftfahrt in München.

Auch Daimler, BMW, Audi & Co. sind längst keine klassischen Autobauer mehr. So kooperiert BMW mit dem US-Chiphersteller Intel und dem israelischen Kameratechnik-Spezialisten Mobileye, um beim Thema autonomes Fahren voran zu kommen. Ziel der Innovation ist es, mit dem Autos in der Stadt künftig vollkommen autonom fahren zu können. Insbesondere im Boom-Markt China ist diese Kompetenz künftig stark gefragt. Mit dem gleichen Ziel hat sich diesen Monat Daimler mit Bosch zusammen getan. Sie wollen Software und Algorithmen für ein serienreifes Fahrsystem entwickeln. Audi strebt unterdessen gemeinsam mit der IT-Firma Nvidia bis 2020 ein autonomes Fahrzeug an.

Angesichts dieser Trends ist es kein Wunder, dass die Mobilitätsanbieter neuerdings auch auf Digitalmessen wie dem Mobile World Congress in Barcelona zu finden sind und dort zum Beispiel ihre Kompetenz in Sachen Connected Car präsentieren. Ein anderes Beispiel: In diesem Jahr waren die Daimler AG und ihre Marken smart, moovel und car2go zum ersten Mal bei der weltweit größten Digitalkonferenz South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin zu Gast. Auf der IAA werden der Hersteller und SXSW vom 15. bis zum 17. September 2017 die „ me Convention“ organisieren. Das ist eine Konferenz, die dem gesellschaftlichen Diskurs über relevante Zukunftsthemen neue Impulse geben soll.

Fazit

Veränderungen von Strategien, Kulturen, Strukturen und Prozessen hat es schon immer gegeben. Transformationen durch technische Entwicklungen ebenso. Auch Changes in Form von Kooperationen oder Mergers & Acquisitions sind nicht neu. Neu ist allerdings die Häufigkeit, mit der sich Menschen mit Veränderungen auseinandersetzen müssen. Unternehmen sollten ihre Beschäftigten darauf einstellen und sie bei Veränderungen unterstützen. Denn häufige Change Prozesse werden künftig der Normalfall sein. Damit Innovation gelingt.

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About the Author

Dr. Dominik Faust Dominik verfügt über langjährige Expertise und etliche Zertifikate in Leadership, Change Management und digitale Kommunikation. Im Top-Management hat er selbst Unternehmen restrukturiert sowie zahllose Prozesse und Strukturen optimiert. Er promovierte über notwendige Veränderungen internationaler Organisationen zur Steigerung ihrer Effektivität und Effizienz. Dominik ist Dozent für Change Management und digitale Kommunikation an mehreren Hochschulen. Auf diesen Gebieten berät er seit Jahren Manager auf C-Level.

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