Die Zukunft von Medien & Marken im Fokus

Future Media Blog

Lassen Sie sich inspirieren!

Paid Content in der Zwickmühle

Mit dem Paid Content ist das so eine Sache: Einerseits sehen viele Verlage in Paywalls und kostenpflichtigen Apps neue Geschäftsmodelle, um ihre teuer produzierten Inhalte auch digital vertreiben zu können. Andererseits reduzieren Verlage mit Bezahlschranken die Reichweiten ihrer News-Seiten, was unmittelbare Auswirkungen auf die Vermarktung ihrer dortigen Werbeinventare hat. Hinzu kommt, dass immer mehr Verlage Content in soziale Netzwerke einstellen, was wiederum Konsequenzen für die Zugriffszahlen auf ihre News-Seiten hat. Und als wäre diese Zwickmühle nicht komplex genug, sind die Bezahlangebote der Verlage oft nicht wirklich nutzerfreundlich.

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Der Panama Papers Scoop und die Konsequenzen

400 Journalisten des Internationalen Konsortiums für Investigativen Journalismus (ICIJ) haben ein Jahr lang 2,6 Terabyte Daten durchforstet. Die so genannten Panama-Papers. Dabei handelt es sich um Unterlagen, die der Kanzlei Mossack Fonseca, dem Marktführer in Dienstleistungen rund um Briefkastenfirmen, gestohlen und der Süddeutschen Zeitung (SZ) zugespielt wurden. Zusammen mit rund 100 Medien weltweit wertete die SZ die Daten aus und veröffentlichte sie diese Woche. Das Ergebnis ist nicht nur ein eindrucksvolles Beispiel für Datenjournalismus, sondern auch für die Entwicklung von Medien hin zu Marken. Und der Scoop kann Vorbild für andere Medien sein in Sachen Vermarktung und Markenbindung sowie in Bezug auf die Vernetzung interner und externer Ressourcen.

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Internet World: Wo Medien noch lernen können

Auf der Internet World 2016 war die Personalisierung wieder ein Top-Thema. Für Marken ist es schon lange relevant, insbesondere in der Industrie 4.0. Aber ist Personalisierung und die damit verbundene Losgröße 1 ein Thema für Medien, die eigentlich Massen adressieren? Bei der Antwort muss man differenzieren: Zeitungsverlage, Publikumszeitschriften, aber auch Hörfunk- und Fernsehanstalten wollen mit ihren Angeboten ganz sicher ein breites Publikum erreichen. Fachmagazine und andere Spartenanbieter grenzen ihre Zielgruppen dagegen deutlicher ab. Allerdings stimmt auch das nur bedingt. Denn Dank der Digitalisierung können sogar journalistische Massenangebote personalisiert werden. Leider klappt das bezogen auf den Rezipientenmarkt noch nicht so gut wie sonst im eCommerce. Diesbezüglich können Medien noch von Marken lernen. Das hat nicht zuletzt die eCommerce-Messe Internet World in dieser Woche gezeigt.

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Für integrierte Kommunikation 4.0 gerüstet?

In Aserbaidschan sucht ein Mann im Internet eine große Charge eines hochwertigen Industrieproduktes. Auf der Website eines Mittelständlers in Deutschland wird er fündig. Er nimmt Kontakt auf. Per Twitter. Auf Türkisch. Zur gleichen Zeit bringt eine Tierschützerin in den USA das hochwertige Industrieprodukt aus Deutschland mit der Tötung vom Aussterben bedrohter Tierarten in Verbindung. In den sozialen Netzwerken braut sich große Gefahr für die Reputation der renommierten Firma zusammen. Fatal: Weder vom winkenden Großauftrag noch vom anschwellenden Shitstorm bekommt der Mittelständler etwas mit. Es ist Wochenende. Pressestelle, Marketing, Vertrieb, Kundenservice und andere Abteilungen sind nicht besetzt. Und selbst wenn sie besetzt wären, würden ihre klassische Struktur und ihre Ausstattung nicht für die integrierte Kommunikation 4.0 passen.

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Medien-App Bohème liefert Content ins Café

„Wir arbeiten nicht mit Startups zusammen!“ „Euer Vertriebsmodell ist zu kompliziert!“ Mit solch ernüchternden Reaktionen großer deutscher Medienhäuser war Amadeo Gaigl konfrontiert, als er vor einem Jahr erstmals seine Idee präsentierte. Dabei hatte der 33-jährige Physik-Ingenieur etwas im Gepäck, wonach Produktentwickler moderner Verlage seit Jahren fieberhaft suchen: Eine attraktive Lösung für den digitalen Vertrieb hochwertiger journalistischer Produkte, die zur Markenbindung beiträgt. Weil er fest an das Konzept glaubte, ließ er sich von den anfänglichen Absagen nicht beirren. Mit guten Argumenten, Charme und Beharrlichkeit gelang es ihm schließlich, die Süddeutsche Zeitung, den Münchner Merkur und die tz sowie Zeitschriften aus dem WEKA Fachverlag für sein E-Commerce Startup zu gewinnen. Schon bald werden Titel aus dem Inhaltehaus Gruner + Jahr und der Bauer Media Group folgen. Die Idee: Die Location Based Reading App Bohème.

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