Airbus A380: Kommt ein Flugzeug geschwommen!

12/12/2004 Dr. Dominik Faust

Airbus A380: Kommt ein Flugzeug geschwommen!

Der Airbus A380 wird das größte Passagierflugzeug der Welt. Wir durften die Verschiffung eines grünen Exemplars vom Hamburger Airbus-Werk ins Testzentrum unseres Kunden IABG nach Dresden kommunikativ begleiten. Unsere erfahrenen, multimedialen Storytelling-Experten entwickelten eine Geschichte, die die vorgegebenen Zielgruppen informativ und emotional ansprach. Das anschließende Medienecho war entsprechend groß: Unter anderem berichtete das ZDF in seiner Nachrichtensendung heute mit einem eigenen Filmbeitrag über das Ereignis. Tageszeitungen wie Welt, Süddeutsche Zeitung, das Hamburger Abendblatt, Sächsische Zeitung und Münchner Merkur nahmen die Verschiffung der A380 ebenfalls in ihre positive Berichterstattung auf. Auf diese Weise durften wir einen Beitrag dazu leisten, den Bekanntheitsgrad unseres Kunden weiter zu steigern.

Die Flusswanderung der besonderen Art begann Mitte September in Hamburg. Drei Sektionen des Rumpfes und die beiden Tragflügel des neuen Airbus A380 machten sich auf der Elbe auf den Weg in den Süden. Die fünf Schubverbände bewegten sich im Durchschnitt mit acht Kilometer pro Stunde vorwärts. Für die Kapitäne der fünf Schiffe stellten die über 40 Brücken auf der 570 Kilometer langen Strecke besondere Herausforderungen dar. Die Viadukte sind zwar alle hoch genug, doch bei einigen blieb nur wenig Spielraum. Nach rund drei Wochen machte das letzte Schiff am Dresdner Elbufer fest. Ein 800-Tonnen-Kran hob die Teile dann auf Spezialtieflader. Sie transportierten den Vogel weiter zum Flughafen Dresden. Dort hatte die IABG im vergangenen Jahr zusammen mit ihrer sächsischen Partnerfirma IMA eine Testhalle errichtet.

Airbus A380: Test simuliert 50.000 Flüge in 26 Monaten

Noch bis August 2005 integriert die IABG jetzt den Airbus A380 in den dortigen Versuchsaufbau. Das Flugzeug wird in einem Gerüst aus Stahlträgern und Hydraulikzylindern eingebunden, das die Dimension eines siebenstöckigen Hauses besitzt. Damit lassen sich zum Beispiel die Flügel der A380, die eine Spannweite von 80 Metern haben, an ihren Enden um bis zu vier Meter nach oben biegen. Derartige Verformungen verursachen unter anderem plötzlich auftretende Windböen im Flug, weshalb sie im Test nachgestellt werden müssen. Pro Flug einer A380 wirken durchschnittlich 480 solcher Belastungen auf sie ein, die alle in der Testanlage simuliert werden können.

Airbus A380

Hydraulikpressen biegen die Flügelspitzen der A380 durch. so simuliert die IABG Belastungen auf den Riesen-Airbus. Foto: IABG

Der eigentliche Betriebsfestigkeitsversuch beginnt dann im September nächsten Jahres. Dabei werden innerhalb von 26 Monaten fast 50.000 Flüge durchgespielt. Das entspricht einer Lebensdauer von 25 Jahren des Airbus A380. Bereits nach 5.000 erfolgreich simulierten Flügen kann der Airbus A380 im Jahre 2006 in den Einsatz bei den Fluggesellschaften gehen. Dass der Test anschließend noch bis ins Jahr 2008 fortgeführt wird, versetzt die Ingenieure in die Lage, gewissermaßen in die Zukunft zu sehen. Denn sie erkennen noch während der Testphase, in welchem Zustand sich die Flugzeuge dieses Typs in einigen Jahren bzw. Jahrzehnten tatsächlich befinden werden. Auf diese Weise können eventuelle Modifizierungen rechtzeitig und kostengünstig in die Serienproduktion einfließen.

„Wir wurden von DFKOM professionell unterstützt“

Die mehrköpfige Kommunikationsabteilung der Firma IABG war vor, während und nach der mehrwöchigen Verschiffung der A380 voll ausgelastet. „Da waren wir froh, dass uns ein Teil der Medienarbeit durch die Agentur DFKOM abgenommen wurde. Die Zusammenarbeit war ausgezeichnet. Wir wurden professionell unterstützt“, so die Leiterin der Unternehmenskommunikation, Monika Amler. Die IABG berät in Technologiefragen, entwickelt Hard- und Softwaresysteme und betreibt technisch-wissenschaftliche Einrichtungen. Die rund 1.000 Mitarbeiter sind in den Sparten Automotive, InfoKom, Verkehr & Umwelt, Luftfahrt, Raumfahrt sowie Verteidigung & Sicherheit tätig.

Die IABG war im Herbst 2002 von Airbus beauftragt worden, das größte Passagierflugzeug der Welt vor dessen Inbetriebnahme zu testen. Schon heute gilt die A380 als das modernste Flugzeug der Welt. Es wird als erste Maschine mit zwei durchgängig übereinander liegenden Passagierdecks ausgestattet sein. Die Basisversion wird 555 Sitzplätze und eine Reichweite von 14.800 Kilometern haben. Trotz dieser Superlative werden der Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen reduziert. Gegenüber den größten gegenwärtigen Verkehrsflugzeugen werden auch die Betriebskosten um bis zu 20 Prozent gesenkt. Derzeit liegen 129 Bestellungen für die A380 vor. Im Frühjahr nächsten Jahres wird das erste Exemplar seinen Jungfernflug absolvieren.

Fotos: IABG

,

Dr. Dominik Faust

Dominik verfügt über langjährige Expertise und etliche Zertifikate in Leadership, Change Management, digitale Kommunikation und Business Moderation. Als Führungskraft (+70 MA) hat er zahlreiche Wandelvorhaben initiiert und konzipiert. Aus misslungenen zog er wichtige Lehren, gelungene Changes realisiert er bis heute regelmäßig unter aktiver Einbindung der Betroffenen. Dominik promovierte über notwendige Veränderungen internationaler Organisationen zur Steigerung ihrer Effektivität und Effizienz. Auf Basis seiner breiten theoretischen und praktischen Change-Expertise berät er im viadoo-Team erfolgreich Führungskräfte auf C-Level.