Dem Tiger Helikopter auf die Sprünge helfen

29. Juli 2007 viadoo GmbH

Dem Tiger Helikopter auf die Sprünge helfen

Dieser Tiger Helikopter hat es buchstäblich in sich, nämlich ein spezielles Triebwerk. Gebaut wird es von zwei europäischen Konsortien. Eineiig sind die MTR GmbH und die MTRI GmbH zwar nicht. Aber als Zwillinge lassen sie sich durchaus bezeichnen. Denn beide entwickeln je ein Triebwerk für den Tiger Helikopter, haben den selben Geschäftsführer sowie die selben Shareholder: MTU Aero Engines (Deutschland), Turbomeca (Frankreich) und Rolls-Royce (Großbritannien). Für beide betreut die Agentur DFKOM ab sofort die internationale Medienarbeit. Eine entsprechende Übereinkunft haben die Geschäftsführer der beteiligten Unternehmen im Juni auf der weltgrößten Luft- und Raumfahrtmesse in Paris bestätigt. Hauptaufgabe wird es sein, einen neuen Webauftritt sowie ein Kommunikationskonzept mit entsprechenden Maßnahmen zu konzipieren und zu realisieren. Es geht um eine informative und emotionale Ansprache der internationalen Triebwerkskunden durch unsere Storytelling-Expertise. Wir heißen die MTU Turbomeca Rolls-Royce GmbH sowie die MTU Turbomeca Rolls-Royce ITP GmbH herzlich im Kundenkreis willkommen!

Der Tiger Helikopter folgt auf die Bo 105

Der Tiger Helikopter von Eurocopter ist der Nachfolger der legendären und von Ludwig Bölkow persönlich federführend entwickelten MBB Bo 105. Dieser Hubschrauber gilt bis heute als einer der innovativsten und erfolgreichsten Hubschrauber der Welt. Er war der Helikopter, dessen Rotorblätter aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt waren. Der sehr sichere und mit zwei Triebwerken versehene Drehflügler war außerdem der erste seiner Art, der Loopings fliegen konnte. Bis heute wird er vorwiegend von Polizeikräften, Militär, Zivil- und Katastrophenschutz sowie von der Luftrettung eingesetzt, etwa dem ADAC.

tiger helikopter

Ein Tiger Helikopter auf der diesjährigen Paris Air Show in Le Bourget. Foto: Faust / DFKOM GmbH

Für dieses Erfolgsmodell sollten die französische Aerospatiale und die deutsche Messerschmitt Bölkow Blohm (MBB) ein Nachfolgemodell entwickeln. Das war nicht nur eine große Aufgabe für das binationalen Herstellerkonsortium (die heutige EADS-Tochter Eurocopter), sondern auch für den Triebwerkbau. 1984 hatten Deutschland und Frankreich das erste Lastenheft für einen Bo-105-Nachfolger definiert. Im selben Jahr gründete die MTU mit der französischen Turbomeca ein Gemeinschaftsunternehmen, um einen entsprechenden Antrieb zu entwickeln. 1989 stießen die Briten mit dazu und das Trio gründete die MTU Turbomeca Rolls-Royce GmbH (MTR).

Seither verantwortet MTR als Programmorganisation die Entwicklung, Produktion und Instandhaltung des Zwillingstriebwerks, das den Tiger antreibt. Außerdem ist das Unternehmen Vertragspartner der europäischen Beschaffungsorganisation OCCAR. Von der Basisversion MTR390-2C hat MTR bislang über 230 Stück ausgeliefert. Die meisten gingen an Deutschland, gefolgt von Frankreich, Australien und Spanien. Das bringt uns zu den Unterschieden der Zwillinge: Bei der MTRI GmbH ist mit der Firma ITP (Spanien) noch ein vierter Gesellschafter im Bunde. MTRI bringt die modifizierte Version des Tiger-Triebwerks (MTR390-E) auf den Markt.

Titelbild: MTR/MTRI-Geschäftsführer Clemens Linden (r.) und Agentur-Chef Dominik Faust freuen sich auf die Zusammenarbeit