5 Gründe warum Inhalte geteilt werden

30. August 2011 Dr. Dominik Faust

5 Gründe warum Inhalte geteilt werden

Social Media kostet Unternehmen nichts. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Aber es stimmt eben nicht und wir als DFKOM weisen bei unseren Beratungen auch immer wieder darauf hin. Denn Social Media kosten vor allem Zeit: Zeit für Konzepte, Zeit für Ideen, Zeit für Inhalte, Zeit fürs Monitoring, Zeit fürs Vernetzen, Zeit fürs Verbreiten usw. Gerade auf den Content kommt es an. Wer an seinen Ziel- bzw. Interessengruppen vorbei publiziert, kann seine Ziele im Social Web bzw. in den sozialen Medien nicht erreichen. Hier mag es hilfreich sein, einmal nach den Gründen zu fragen, warum wir welche Inhalte verbreiten (teilen). Hier fünf Gründe für Content Sharing:

1. Andere mit Inhalten bereichern

Einer der wichtigsten Gründe ist sehr philanthropisch: Wir wollen anderen eine Freude machen, ihr Leben durch interessante Informationen bereichern. Das ergab eine kürzlich veröffentlichte Studie der New York Times und Latitude Research. Darin gaben 94 Prozent der Befragten an, sie würden sich „sorgfältig überlegen“, welche Mehrwerte die weitergegebenen Informationen für Dritte hätten. Für fast jeden Zweiten (49 %) steht beim Verbreiten zudem die Motivation im Vordergrund, anderen Produkte zu empfehlen, die ihm selbst gefallen, damit sie sich darüber informieren und gegebenenfalls ihre Meinung ändern können.

2. Sich über Inhalte definieren

Der zweiter Grund dafür, warum wir Inhalte in sozialen Netzwerken verbreiten, hat etwas mit unserem Image zu tun. Gemäß der Studie teilen 68 Prozent deshalb Informationen, damit sich die anderen ein Bild darüber machen können, wer sie sind und was ihnen wichtig ist. Ein Proband sagte sinngemäß: „Ich versuche nur solche Inhalte zu teilen, die das Bild unterstützen, das ich von mir abgeben möchte.“

3. Das eigene Netzwerk ausbauen

Die dritte Motivation fürs Verbreiten von Content ist die, die sozialen Netzwerken am immanentesten ist: Wir möchten mit unseren Freunden, Bekannten, Kollegen online in Verbindung bleiben. So gaben 78 Prozent der 2.500 Befragten an, sie würden deshalb Inhalte teilen, weil das oft die einzige Möglichkeit sei, mit diesen Menschen in Kontakt zu bleiben. Für 73 Prozent ist es zudem eine Möglichkeit, neue Menschen mit gleichen Interessen kennenzulernen.

4. Als Mittel der Selbsterfüllung

Der vierte Grund dafür, warum Menschen Inhalte posten und Content Sharing betreiben, liegt im Emotionalen. Wir fühlen uns gut und nützlich. 69 Prozent der Befragten gaben an, sie würden deshalb Informationen teilen, weil sie sich dadurch eingebundener fühlten ins Weltgeschehen. Eine Frau sagte, sie freue sich darüber, dass ihre Freunde ihre Informationen als so hilfreich empfänden, dass sie sie weiter verbreiten würden: „It makes me feel valuable“.

5. Seine Stimme erheben, Position beziehen

Der fünfte Grund dafür, warum wir Inhalte online verbreiten, ist wieder sehr naheliegend. Es geht darum, dass wir mit Social Media unsere Stimme erheben und uns allein schon aufgrund der technischen Möglichkeiten der Online-Kommunikation auf eine Stufe mit den Medien stellen können. Kein Wunder also, dass gemäß der Studie 84 Prozent der Befragten deshalb Content teilen, weil sie damit Themen unterstützen können, die ihnen am Herzen liegen. Gleiches gilt für Dinge, die uns missfallen und gegen die wir protestieren.

Fazit zu Content Sharing

Unternehmen, die die sozialen Netzwerke für ihre Ziele nutzen möchten, sollten in ihrer Strategie besonders viel Zeit in die Definition ihrer Zielgruppen investieren sowie deren Bedürfnisse identifizieren. Denn nur wenn die eigenen Inhalte diese Bedürfnisse befriedigen, werden sie weiter verbreitet.

 

Dr. Dominik Faust

Dominik verfügt über langjährige Expertise und etliche Zertifikate in Leadership, Change Management, digitale Kommunikation und Business Moderation. Als Führungskraft (+70 MA) hat er selbst zahlreiche Wandelvorhaben initiiert und konzipiert sowie unter Einbindung der Betroffenen erfolgreich realisiert. Er promovierte über notwendige Veränderungen internationaler Organisationen zur Steigerung ihrer Effektivität und Effizienz. Dominik ist Gastdozent für Change Management und Change Communications an mehreren Hochschulen. Auf diesen Gebieten berät er mit seinem Team seit Jahren erfolgreich Manager auf C-Level.